Logo




Besucher: #42878

seit 05.06.2010






Walpurgisschlacht und Hexentanz

 

Gutes Wetter, gute Laune, gutes Festival!

 

Zur Bildergalerie bitte hier klicken!

 

 

Festivalgelände, 12:55 Uhr - bald geht's los. Die Zeltplätze füllen sich, die Vorfreude wächst weiter und in Kürze geht es los. Dieser Bericht wird im Laufe des Festivals wachsen. Es wird täglich mehrere Updates direkt live vom Festival geben.
Viel Spaß beim Lesen!

Samstag Vormittag, die Sonne scheint... ausnahmsweise? Hoffentlich nicht!
Regen, Regen, Regen... so sah es am Freitag aus. Matsch, Schlamm, Wasser,... und genau so viel gute Laune, Schlammschlacht, Party und Musik.

Wegen starkem Verkehrsaufkommen war ich leider erst zur dritten Band des Tages vor Ort. Hämatom. In gewohnter "schreiender" Art und Weise haben die weiß geschminkten Herren mit ihren abwechlsungsreichen Masken ihr relativ kurzes und nicht all zu spektakuläres Bühnenprogramm zu ihrem Besten gegeben. Natürlich... bei Regen.

Um 16:15 Uhr, natürlich bei Regen, spielten Varg auf. Die rot/schwarz geschminkten Artisten brachten harte Klänge, welche natürlich direkt zur Schlammschlacht im Publikum animierten. Egal :-) Bei dem Matsch und Dreck von unten, kam es auf den Dreck von oben auch nicht mehr an.

Und die nächste Band hatte keinen Regen. Passt das? Immerhin war es Eisregen. Und zur großen Freude der Festivalgäste wurden auch wieder einige Lieder vom Index freigegeben und gleich von Eisregen gespielt. Vereinzelte Takte hatten sogar an Rammstein erinnert. Man brauchte nur etwas Fantasie :-)

Und schon war es an der Zeit für meinen persönlichen Favoriten des Tages. Fiddlers Green. Zur Folk-Musik vin FIddlers bleibt eigentlich nichts zu sagen. Circle Pit im Matsch, viele neue Lieder die noch nie live gespielt wurden und sehr viel Bewegung auf der Bühne. Sehr schön! Aber leider zu kurz (auch wenn es ein volles Konzert war!)

Als letzte Band des Tages spielten, bei recht wenig Licht, Edguy. Der Pressegraben war recht voll; Vor der Bühne... naja, es war zumindest nicht leer. Viele haben die Gelegenheit genutzt und sich beim Meet and Greet -Zelt mit Fiddlers Green getroffen für Fotos und Autogramme.

Mal sehen was der heutige Samstag alles bringt.
In einer Stunde geht's schon los - die Sonne scheint, der Campingplatz ist noch gut gefüllt.

Schon vor dem dem ersten Konzert fing das große Schwitzen an. Über 25°C und keine Wolke in Sichtweite. Beste Voraussetzungen für einen gelungen Festivaltag und für guten  Umsatz beim Eisverkäufer.

Den Auftakt machten Unzucht. Bis jetzt noch recht unbekannt, aber definitiv sehr gut! Gute Musik, gute Action auf der Bühne und vor allem eine Stimme die man gut anhören kann. Leider viel zu kurz. Eine richtig gute Band die hoffentlich im nächsten Jahr wieder kommt.

Als zweites kam dann die Formatierung „Schwarzer Engel“. Der Frontmann hatte scheinbar Angst erkannt zu werden. Zumindest sah die Frisur so aus. Das Gesamtbild war nicht schlecht, die Besucher haben sich nicht gelangweilt, aber dadurch das Unzucht so stark vorgelegt hat, war es für Schwarzer Engel schwer den Level zu halten.
Ganz im Gegensatz zu der nächsten Band. Ragnaröek. Ein Einstand mit einem brennenden Ambos und Feuerspuckern zog schon die gesamte Aufmerksamkeit auf sich. Beim Spielen der Schalmei drückten sich die Adern am Kopf so richtig nach außen. Geballte Power umgesetzt in powervolle Musik.  Der Auftritt von Ragnaröek war ein Genuss für Auge und Ohr.

Nach Ragnaröek wurde es dann wieder etwas düsterer. Der Frontmann von Gothminister stieg auf seinen Thron und startete seine Show. Seinen Wolf hielt er nach oben, wie der Affe bei „König der Löwen“. Wie auf dem Foto zu erkennen: Ein sehr interessanter Anblick für ein Konzert.

Weiter ging es mit einer Band, welche an vorderster Stelle eine Frau hatte. Leaves Eyes machte recht ruhige Musik und erinnerte unter „Insidern“ ein wenig an Stefanie Hertel. Neben einem (mir aufgefallenen) Coversong, war die Musik recht abwechslungsreich.

Auch in der nächsten Band war eine Frau der Blick-Magnet. Bei Mono Inc war es vor der Bühne zum ersten mal mehr als nur „gut besucht“. Die Schlagzeugerin Katha hat neben ihrem kraftvollen Körpereinsatz am Schlagzeug auch noch eine super klasse Gesang-Performance hingelegt. Schon oft gesehen, aber kein bisschen langweilig. Mono Inc steht für Party-Garantie und Fun Fun Fun, so wie klasse Musik.

Zum Abschluss des Tages und bei mittlerweile angenehmen Temperaturen machten ASP nochmal so richtig einen aufStraßenkehrer! Es war einfach nur noch voll. Es war laut, es war dunkel, es war ASP. Eine total geniale Show die die Masse an Besuchern mit Pyro-Effekten und Schaumkanone absolut in ihren Bann gezogen hat. Alle „Muss“-Songs wie „Und wir tanzten“ und „Schwarzes Blut“ usw. wurden in einer absolut genialen Live-Performance gezeigt. Beim Lied Rücken an Rücken holte sich der wehrte Herr ASP sogar eine hübsche junge Dame aus dem Publikum, stellte sich mit ihr Rücken an Rücken und auch das gesamte Publikum stellte sich mit dem Rücken zur Bühne. Laut der Aussage von ASP eine absolute Premiere diesbezüglich mit dem recht neuen Lied. Lieber Herr ASP, die Show kam einfach nur super klasse an und ich freu mich schon aufs nächste mal!

 

Soweit zum Samstag. Jetzt am Sonntag sieht es nicht mehr ganz so toll aus. Ein geniales Lineup, aber starker Wind, Wolken und vereinzelte Regentropfen haben uns bisher aufgesucht.

Und um aktueller zu werden: Mittlerweile ist der Platz betreten, in 2 – 3 Minuten soll es losgehen, aber außer mir ist irgendwie keiner mehr da. Nicht nur keiner, sondern auch nichts mehr. Die Bühne stand ohne Technik und ohne Seitenwände, ohne Lautsprecher und Licht oder sonstigem einfach nur noch leer auf dem großen matschigen Platz. Aufgrund der starken Sturmböen von Windstärke 8 am Morgen, wurde die große Bühne seitens des Veranstalters aufgegeben. Sicherheit geht vor! Die meisten Festivalbesucher hatten dafür Verständnis, zumal das Ende der großen Bühne noch lange nicht das Ende des Festivals war. Eine gewisse Zeit Unsicherheit musste rumgebracht werden bis dann doch noch Konzerte von Welle Erdball, Schandmaul, Coppelius und Saltatio Mortis bestätigt wurden.

Los ging es mit Welle Erdball. Jedoch nicht auf der riesigen Hauptbühne, sondern im ehemaligen Backstage-Bereich in einem kleinen Zelt,  in einer absoluten Wohnzimmeratmosphäre (für die Besucher in den ersten Reihen…) Sehr viele Besucher standen (so auch bei dem späteren Konzert in diesem Zelt) auch noch außen und haben das Konzert von dort angehört und soweit möglich auch vielleicht noch mit dem Ein oder Anderen Blick erhascht.

Für mich persönlich  mit Stehplatz in der ersten Reihe deutlich schöner als so „anonym“ auf der großen Bühne. Welle Erdball hat mit Musik aus C64-Zeiten und einem sehr sterilen Bühnenbild (bestehend aus 4 Artisten mit 3 „Keyboards“ und Mikrofonen) dennoch alte Fans Begeistern und neue Fans gewinnen können.

Unmittelbar nach dem Konzert von Welle Erdball hat auf der zweiten Ersatzbühne, einer kleinen Konzertmuschel, der Top-Akt des Tages aufgespielt. Die Formatio Schandmaul. Mit zwei Ersatzdamen, was musikalisch gar nicht aufgefallen ist, waren viele überraschte Gesichter über einen Auftritt vom Headliner um 18 Uhr zu sehen. Die beiden Stamm-Spielerinnen waren beide wegen kürzlicher Entbindung verhindert. Schandmaul hat so, wie man es erwartet, die Runde auf engstem Raum zum Tanzen und feiern gebracht. Für die Improvisationsverhältnisse war der Sound sogar überraschend gut.

Wenige Minuten nach Schandmaul durften dann, wieder im kleinen Zelt, die gehobenen Herren Coppelius aufspielen. Crowdsurfing wurde für das Publikum von Anfang an „umgedreht“. Es war nicht verboten, aber wenn, dann bitte von vorne nach hinten und nicht wie üblich von hinten nach vorne. Auch Coppelius selbst, genauer gesagt ihr Diener, hat sich auch einmal auf den Händen der Zuschauer durch das Zelt tragen lassen. Direkt danach ritt ein weiterer Coppelianischer Künstler auf den Schultern des Dieners ebenfalls durch die Menge.  Auch wenn es sehr eng war, die Utensilien wie alte Kamera, altes Radio und kleine alte Schirmlampen durften natürlich nicht fehlen. Sehr lobenswert! Es konnte bei der Musik so richtig abgerockt werden und auch mit Zugaben wurde nicht gespart. Fünf Zugaben und als Abschluss noch „Ade mein Lied“, natürlich mit Hinsetzen. Egal ob Matsch oder nicht. Es gehört dazu! Im zweiten Drittel des Konzertes durfte eine junge Dame aus dem Publikum ihr Können zeigen und hat im Duett das Lied „Das Amulett“ durch ihren farbenfrohen Trichter gesungen.

Nach ihrem mehr als zweistündigen Programm ging es dann auch wieder in die Konzertmuschel. Dort fingen mittlerweile die Spielleut von Saltatio Mortis an. Vor der Bühne war es einfach nur noch voll, laut und nass. Kurz vorher hat es leider wieder geregnet. Immerhin blieb der befürchtete Sturm aus. Saltatio hat viele ihrer von den Rock-CDs bekannten Stücke gespielt und war wie erwartet ein starker Publikumsmagnet. 

Da ich mich dann auch so langsam vom Festival verabschiedet habe (es war mittlerweile ca. 22:10 Uhr) kann ich nicht sagen ob noch eine der für den Sonntag ursprünglich geplanten Bands im Backstage-Zelt gespielt haben und wenn dann auch nicht wer.

Aber fest steht: Der Veranstalter hat eine riesen Verantwortung, es war nicht wirklich absehbar wie sich das Wetter noch entwickelt und spätestens nach dem Unglück in Duisburg wird kein Veranstalter mehr freiwillig ein größeres Risiko eingehen wie unbedingt nötig. Von daher fand ich für mich persönlich recht gelungen was aus der Situation mit der aufgegebenen Hauptbühne gemacht wurde. Für so eine spontane Hauruk-Aktion konnte sich das Ergebnis sehen lassen. 

Danke an Frank Schulz und sein gesamtes Team für das tolle Festival!

 

 

Zur Bildergalerie bitte hier klicken!

 



________________________________________________________________



Hexentanz-Festival - die Erfolgsreihe schreitet voran!

 

Und dieses Jahr geht's richtig ab!

 

Nachdem bei den vergangenen Veranstaltungen schon sowohl auf der Bühne, als auch vor der Bühne so richtig  abgefeiert wurde, setzt der Veranstalter (Frank Schulz) in 2012 noch so einiges oben drauf!

Bands wie Schandmaul, ASP, Mono INC, Fiddler's Green, Coppelius, Ragnaröek und viele mehr werden dabei sein und die tanzwütigen Besucher 3 komplette Tage in Atem halten!
Somit sind die verschiedensten Bühnenshows und Darbietungen zu erwarten.

ASP wird bestimmt wieder den schwarzen Schmetterling einbauen, bei Coppelius wird alles im Rahmen des Diener und der gehobenen Artikulation ablaufen, Welle Erdball wird alte Zeiten aufleben lassen und bei Schandmaul darf die schlichte Show von der genialen Musik unterstützt wahrgenommen werden.

Außerdem wieder dabei ist Saltatio Mortis. Auch in den vergangenen Jahren bei den Saltatio für "Rock im Dorf" aufgetreten war, gab es keinerlei negative Resonanzen aus dem Publikum.

Und wer jetzt noch zu Hause bleibt, ist selbst schuld (oder steht einfach auf andere Musik :-) )! Das Lineup 2012 lässt auf jeden Fall keine Wünsche offen. Wie das 2013 zu toppen sein soll? Egal! Jetzt steht erst mal 2012 an!

Und nicht nur das Festival findet im Bosarium statt, sondern auch noch ein angrenzender Mittelaltermarkt, dessen Besuch mit dem Festivalticket abgedeckt ist. Speisen und Getränke werden wieder in ausreichenden Mengen und zu fairen Preisen vorhanden sein.

Neben dem Festivalgelände gibt es auch noch einen großzügigen Zeltplatz. Zelttickets solltet ihr euch gleich mit der Festivalkarte zulegen.

Weitere Infos so wie Tickets bekommt ihr unter www.hexentanz-festival.de